Tradingplan

Neben einer Strategie, die sich aus dem Tradingplan heraus mit entwickelt, macht es Sinn, sich neben ausreichendem Fachwissen einen Tradingplan zu erstellen.

Welche Punkte sollte ein Tradingplan  beinhalten?

  • eigene, persönliche Motivation, innerer Antrieb
  • persönliche Ziele
  • Produktauswahl (Aktien, Indizes, Gold, CFDs etc.)
  • Finanzmärkte oder Rohstoffmärkte
  • Handelszeiten
  • möglicher Zeitaufwand – täglich – wöchentlich
  • Haltedauer der Positionen in welcher Zeiteinheit
  • Kapital (Höchstgrenze)
  • Risikomanagement
  • Anzahl der Positionen und ihre Größe
  • Trading-Routinen
  • eine oder mehrere Strategien (Einstieg, Ausstieg)
  • Veränderung der Marktsituationen berücksichtigen
  • Trading-Regeln beachten

Motivation:

Warum wollen Sie traden, Trader werden? Beantworten Sie sich diese Frage ganz ausführlich, schreiben Sie die Beweggründe, Wünsche hierzu auf. Wollen Sie mehr Geld in kürzerer Zeit verdienen? Möchten Sie unabhängig sein? Wollen Sie haupt- oder nebenberuflich traden? Prüfen Sie dieses „Warum“ immer wieder, insbesondere, wenn Sie die ersten Gewinne und Verluste erfahren haben.

Ziele:

Die Ziele hängen mit der Motivation zusammen. Jedoch sollten sie ganz spezifisch, messbar, realistisch und zeitlich terminiert sein.

 

Spezifisch bedeutet:

Welche Ziele und wie möchte ich diese erreichen. Wer ist daran beteiligt? Welche Anforderungen kommen auf mich zu, welche Begrenzungen. Warum setze ich diese(s) Ziel(e)?

Messbarkeit / Akzeptanz

Wie erkenne ich, dass mein Ziel von mir erreicht wurde? Was mache ich, wenn meine Ziele erreicht worden sind oder auch nicht? Fortschritte oder auch Rückschläge auf dem Weg dorthin schriftlich dokumentieren. Hinter den eigenen Zielen stehen, sie akzeptieren. Die Ziele und die dazugehörigen Aufgaben sollen fordernd sein, realistisch und ausführbar. Bin ich bereit, gewisse Lebensbereiche zu ändern, bin ich lernbereit, zielstrebig?

Realistisch:

Daytrading oder Traden lernen sind nichts, was in sehr kurzer Zeit erlernbar bzw. sehr erfolgreich ausgeübt wird. Es ist wie beim Sport. Ausdauer, Durchhaltevermögen, Disziplin und eine positive Grundhaltung sind sehr wichtig. Setzen Sie sich daher realistische Ziele, die dem augenblicklichen Zustand (Situation) entsprechen.

Zeitfaktor / Termin:

Setzen Sie sich einen Termin für das Hauptziel und brechen dieses auf kleinere Zwischenziele herunter. Üben Sie Teilbereiche des Trading, zum Beispiel Einstieg oder Ausstieg, später Stopps oder Indikatoren usw. Setzen Sie sich Fristen innerhalb derer Sie diese Teilziele erreichen wollen. Das motiviert und bei Erreichen ist das die Belohnung. Unterteilen Sie ihre Ziele in kurzfristige, mittelfristige und langfristige.

Finanzprodukte:

Prüfen Sie genau, mit welchen Produkten Sie einsteigen möchten. Aktien, Indizes oder CFDs.

Märkte:

Wählen Sie sorgfältig Ihre Märkte aus. Am besten handeln Sie nur  auf 1 – 3 Märkten gleichzeitig. Betreiben Sie Währungshandel (Forex-Handel) und konzentrieren sich zunächst nur hierauf. Weniger Trades in einem bestimmten Zeitrahmen, dafür jedoch erfolgreichere, sind die bessere Option.

Haltedauer von Positionen:

Handelszeiten sind bedeutsam, ebenso die eigene verfügbare Zeit für das Trading. Die eigene Persönlichkeit, die eingesetzte Strategie spielen eine wichtige Rolle.

Täglicher oder wöchentlicher Zeitaufwand:

  • Vorbereiten, planen
  • Ausführen
  • Nachbereitung, Auswertung

Daytrading ist skalierbar. Die Anzahl der Trades bestimmt nicht immer ein hohes Einkommen. Bereits ein erfolgreicher Trade am Tag kann für ein gutes Einkommen sorgen.

Handelszeit:

Ist abhängig von dem Markt. Forex-Handel ist rund um die Uhr möglich. Aktienhandel richtet sich eher nach alltäglichen Arbeitszeiten. Unterschiedliche Zeitzonen sind zu berücksichtigen. Eigener Tagesrhythmus sollte beachtet werden.

Risikokapital:

Definieren Sie genau die Summe, die Sie anfangs bzw. insgesamt einsetzen wollen.

Strategie:

Ihre Strategie sollte genau ausgefeilt, getestet sein. Einstieg und Ausstieg sowie Reaktion auf sich verändernde Marktsituationen. Während des Handels können Verluste auftreten, sich schlagartig Kurse ändern, hohe Gewinne oder Verluste auftreten. Das sind dann emotional belastende Situationen. Wie Sie sich dann verhalten können, sollte bereits vorher mit klarem Kopf entwickelt und entschieden sein. Trading erfordert häufig blitzschnelle Entscheidungen. Eine klare Strategie hilft Ihnen sehr. Später verfeinern, optimieren Sie eine erfolgreiche Strategie immer mehr und halten sich stets daran.

Risikomanagement:

Strategie und Risikomanagement gehören untrennbar zusammen. Definieren Sie exakt den Betrag, der für Sie die Höchstgrenze bei einem Trade bedeutet.

Anzahl und Positionsgrößen:

Wie viele CFDs handeln Sie maximal gleichzeitig? Das hat mit dem eigenen Risikomanagement zu tun. Der Markt und die eigene Strategie beeinflussen die Positionsgröße. Wenn Sie erfolgreich traden und die Strategie bereits über einen längeren Zeitraum einsetzen, können Sie die Positionsgröße ändern in Relation zum Risikokapital.

Trading-Routinen:

Wie das Wort schon beinhaltet, handelt es sich um Gewohnheiten, die Sie vor oder nach einem Trade durchführen. Ein Beispiel: Führen Sie ein Trading-Tagebuch, das Ihnen hilft, sich zu verbessern.

Freuen Sie sich, wenn ein erfolgreicher Trade gelungen ist, lachen Sie vor dem Spiegel und notieren dies in ihr Tagebuch.  Bereiten Sie sich optimal vor, beachten Sie die Trading-Regeln, betreiben Sie eine Chart-Analyse.

Interessante Trading-Lektüre:

Schreibe einen Kommentar